Wild Country

Das Revo von Wild Country im Leser-Test

In Kooperation mit Wild Country haben 5 Leser das neue Revo testen können. Hier gibt's den vollen Bericht inklusive der Meinungen unserer Leser-Tester.

Sicherungsgerät Wild Country Revo im klettern-Leser-Test
Foto: Ralph Stöhr

"Das Revo ist wie ein normaler Tuber mit einer Backup-Funktion." Die Ausführungen von Egon Resch, Bergführer aus Bozen und bei Wild Country Produktentwickler des Revo, trifft auf offene Ohren.

Und zwar die der fünf klettern-Leser, die das Losglück getroffen hatte, als wir zur Bewerbung aufgerufen hatten. Die fünf waren dann im Dezember im DAV Kletter- und Boulderzentrum München-Thalkirchen zusammengekommen, um das neue Sicherungsgerät Revo von Wild Country einem Praxistest zu unterziehen.

Nach einer kurzen und herzlichen Begrüßung ging es schnell ans Eingemachte. Wie funktioniert das Revo? Was sind die Basis-Mechanismen des neuen Sicherungsgeräts von Wild Country? Worauf muss man achten? Nach dem Theorie-Teil ging es in die Praxis: Ansehen, ausprobieren, testen.

Foto: Ralph Stöhr
Das Revo funktioniert nach dem Tuber-Prinzip, kann aber mehr.

Ein gewaltiges Sicherheits-Plus

Das Revo lässt sich wie ein normaler Tuber bedienen. Seil ausgeben, Stürze halten, Ablassen – all das klappt im Normalbetrieb, ohne dass die integrierte Fliehkraftbremse – das Backup – einschreitet. Auch wenn ein Kletterer im Seil hängt, muss die Bremshand halten. Wenn aber der Sichernde, aus welchem Grund auch immer, die Bremshand vom Seil nimmt und dieses beginnt, zu schell durchs Gerät zu laufen, blockiert das Revo das Seil in Sekundenbruchteilen und sorgt so, verglichen mit einem normalen Tuber, für ein gewaltiges Sicherheitsplus.

Diese Eigenschaften fanden unsere Lesertester sehr überzeugend. Dass die Bremse in beide Laufrichtungen wirkt, man das Seil also nicht verkehrt herum einlegen kann, fand ebenfalls großen Anklang. Weil es keinen Ablasshebel gibt, ist das Gerät zudem für Linkshänder und Rechtshänder gleichermaßen geeignet. Schließlich erlaubt es das Revo, sehr einfach Stürze weich abzufangen, was bei anderen Halbautomaten doch einiger Übung bedarf. (Die Test-Urteile der Lesertester gibt's in der Fotostrecke)

So war am Ende des Abends auch das Testurteil durch- weg positiv: Das Revo ist ein sehr interessantes und gut zu bedienendes Sicherungsgerät mit einem großen, zusätzli- chen Sicherheitsplus. Eben wie Egon Resch schon gesagt hatte: ein Tuber mit Backup.

So funktioniert das Revo von Wild Country

Ein aufklappbares Gehäuse, darin eine „lose“ Rolle, über die das Seil läuft, und im Innern eine Fliehkraftbremse, die blockiert, sobald die Laufgeschwindigkeit des Seils (und damit der Rolle) einen definierten Wert überschreitet – mit diesen Ingredienzien beschreitet das Revo völlig neue Wege. Es ist seit 1991, als das Grigri auf den Markt kam, das erste Sicherungsgerät mit einer fundamental neuen Technik.

Die Fliehkraftbremse, die greift, wenn das Seil schneller als 4 Meter pro Sekunde durchläuft (das entspricht etwa einem Sprung aus einem Meter Höhe), ist dabei wirklich nur Backup und wirkt nur, wenn die Bremshand gar nichts tut. Dann blockiert sie das Seil aber in Sekundenbruchteilen. Die Blockierfunktion ist auch dann gegeben, wenn das Gerät beim Sturz gegen den Fels oder gegen die erste Expressschlinge geklemmt wird.

Wild Country Revo - Produktdaten

Mit seinem Gehäuse aus Aluminium und Stahl bringt das Revo 275 Gramm auf die Waage (im Vergleich: Das Grigri Plus wiegt 200 Gramm) und empfiehlt sich damit vorrangig fürs Sportklettern in der Halle und am Fels. 2018 kommt das Revo in den Handel. Preis: 130 Euro.



Foto: Wild Country
REVO-lutionär: das neue Sicherungsgerät von Wild Country.